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Der Mensch braucht Salz zur Erhaltung seiner Körperfunktionen. Werdende Mütter sind davon keinesfalls ausgenommen. Lange Zeit wurden sie jedoch zum reduzierten Salzkonsum aufgefordert, um der gefürchteten Gestose, einer Störung, von der fünf bis zehn Prozent aller Schwangerschaften betroffen sind, vorzubeugen. Neueste Erkenntnisse lassen davon dringend abraten. |
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Die Symptome der Gestose, auch Präklampsie genannt, sind zu hoher Blutdruck und zu viel Eiweiß im Urin. Fallweise können auch Ödeme (Wasseransammlung im Gewebe), Kopfschmerzen, Seh- und Hörstörungen auf eine Gestose hinweisen. Gestose kann in manchen Fällen eine verminderte Durchblutung der Plazenta bewirken, was zu einer verzögerten Entwicklung des ungeborenen Kindes führen kann. Auch vorzeitige Plazentalösungen oder Infarkte in der Plazenta mit nachfolgendem Funktionsverlust der betroffenen Bezirke prägen das Krankheitsbild. Präklampsie löst 30 50 % aller Frühgeburten aus, da oft nur die vorzeitige Entbindung das Leben von Mutter und Kind retten kann. Verbesserte regelmäßige medizinische Kontrollen während der Schwangerschaft können das Risiko einer Gestose heute wesentlich reduzieren. Erste Anzeichen können früher erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Salzreiche Ernährung? Ja, bitte!
Die genauen Ursachen für Präklampsie sind nach wie vor unbekannt. Doch es hat sich gezeigt, dass ausgewogene, vitaminreiche, eiweiß- und kalorienreiche Ernährung sowie ausreichende Zufuhr von Salz und Flüssigkeit vorbeugend wirken kann. Genügend Salz- und Flüssigkeitszufuhr hält das Blutvolumen aufrecht und stellt so die Durchblutung der Plazenta sicher. Auch bei bereits bestehender Präklampsie kann eine Besserung erzielt werden. Von salzfreien Tagen, wie sie früher betroffenen Schwangeren empfohlen wurden, wird heute dringend abgeraten. Hierdurch kann es sogar zu einer Verschlechterung des Krankheitsbildes kommen, weswegen auch entwässernde Tees oder Kräuter gemieden werden sollten. Also essen nach Herzenslust und ohne Beschränkungen?
Maßlos sicher nicht, doch unter Beachtung der Richtlinien für eine gesunde ausgewogene Ernährung bestimmt! Dazu gehören natürlich auch Fleisch- und Wurstwaren, die einen täglichen wichtigen Bestandteil unseres Speisezettels und somit auch dessen einer werdenden Mutter darstellen sollten. Sogar eine zusätzliche Salzzufuhr während einer Schwangerschaft scheint positive Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf zu haben. Dies haben jedenfalls Untersuchungen der Deutschen Präklampsie-Organisation gezeigt. Sollte eine Schwangere also wieder einmal den werdenden Müttern nachgesagten Appetit auf ungewöhnliche Kombinationen von Süßem und Salzigem bekommen, so braucht sie sich zumindest bei Fleisch- und Wurstprodukten keinerlei Beschränkungen auferlegen! (Quellen: Unser Salz 3/2004; www.gestose-frauen.at) |
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