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Seit einigen Jahren wird es als wahres Wundermittel angepriesen: Himalayasalz, auch Ursalz, Natursalz oder Kristallsalz genannt, habe eine ausgleichende Wirkung und helfe sogar gegen unterschiedlichste Krankheiten. Ob dieses und ähnliche Argumente das Vielfache des Preises von herkömmlichem Kochsalz rechtfertigen, sei dahingestellt. |
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In jedem Fall lohnt sich ein Blick auf die Untersuchungen des Bayrischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL): Himalayasalz besteht ebenso wie Kochsalz zu etwa 98 % aus Natriumchlorid. Die verbleibenden 2 % weisen ein etwas breiteres Spektrum an Spuren anderer Mineralsstoffe auf, bleiben aber weit hinter den Versprechungen der Werbung zurück. Der Verband der Ernährungswissenschaftler Österreichs (VEO) findet dazu klare Worte: „Behauptungen zu heilenden Wirkungen von Himalayasalz sind fachlich unhaltbar und darüber hinaus unverantwortlich!“ Hier die wesentlichen Erkenntnisse des VEÖ:
Ist Himalayasalz also doch nicht mehr als ganz gewöhnliches Salz? In der Wirkung auf unseren Organismus offenbar nicht. Erdgeschichtlich entstand es zur selben Zeit wie unser alpines Salz, vor ca. 250 Mio. Jahren. Doch wie sinnvoll ist es, ein Produkt, das in Europa im Überfluss und in den unterschiedlichsten Qualitäten zur Verfügung steht, um die halbe Erdkugel zu transportieren? Wie auch immer. Der Preis macht den Unterschied. Wer dennoch Himalayasalz bevorzugt, wird wohl gerne tiefer in die Tasche greifen. (Quellen: Pressemitteilung Nr. 038/2003 der Pressestelle des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vom 11.8.2003; 72. Presseinformation des Verbandes der Ernährungswissenschafter Österreichs vom November 2003) |
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