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Ältere Menschen sind auf Grund spezieller physiologischer Veränderungen vermehrt anfällig für Störungen des Elektrolythaushalts. Natrium- bzw. Salzmangel spielt dabei unter anderem eine besondere Rolle. Schon geringe Störungen können zu ernsten, lebensbedrohlichen Zuständen führen. |
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Mit zunehmendem Alter verringert sich das so genannte Gesamtkörperwasser kontinuierlich. Beträgt der Flüssigkeitsbestand eines Neugeborenen etwa 82 % des Körpergewichtes, macht er beim Erwachsenen noch 60 % aus, bei einem Greis beträgt er nur noch etwa 52 % und oft auch darunter. Dieser Prozess beruht auf der verminderten Wasserbindungsfähigkeit des Bindegewebes im Alter und auf der Abnahme der interzellulären Flüssigkeit. Hinzu kommt häufig auch eine Natriumunterversorgung, die durch Veränderungen der Nierenfunktion zusätzlich verstärkt werden kann. Geänderte Lebensumstände, Krankheiten und deren Medikation tragen ein Übriges dazu bei, dass der ältere und alte Mensch oft mit einem labilen Flüssigkeitshaushalt zu kämpfen hat, der bei Belastungen bedrohlich schnell „umkippt“. „Austrocknung“ im Alter unabwendbares Schicksal? Bestimmt nicht! Den körperlichen Auswirkungen des Alterns lässt sich zwar letztendlich nicht entgehen, doch kann man ihnen durchaus entgegensteuern. Eine bewusste Ernährung mit ausreichender Salz- und Flüssigkeitszufuhr ist dazu ein wichtiger Schritt. Auch Hypertoniker sind davon nicht ausgenommen. Die früher oft empfohlene Beschränkung des Salzkonsums für Menschen mit hohem Blutdruck hat schon lange ausgedient. Internationale Studien haben gezeigt, dass die Bedeutung eines reduzierten Salzkonsums für die Senkung von Bluthochdruck vernachlässigbar ist. 6g Salz täglich! Diese Menge empfehlen uns die Ernährungsgesellschaften der Schweiz, Österreichs und Deutschlands. Gerade ältere Menschen sollten auf Grund ihrer besonderen körperlichen altersbedingten Veränderungen bewusst darauf achten, sie möglichst nicht zu unterschreiten. Wurst- und Fleischprodukte in Maßen genossen also können durchaus dazu beitragen, auf schmackhafte Weise für einen ausgeglichenen Elektrolythaushalt im Alter zu sorgen! (Quelle: Geriatrie Journal 7-8/03, Ingo Füsgen,Wuppertal: „Salz- und Flüssigkeitszufuhr im Alter) |
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